Wenn das Studium abgeschlossen ist, sich die Lebensverhältnisse ändern oder die Parteien einer Wohngemeinschaft einfach nicht zueinander passen, steht der Auszug an. Die Suche nach einem Nachmieter kann sich dabei aber – je nach Stadt – zu einer Geduldsprobe entwickeln.

Wie den passenden Nachmieter finden?

Ein spontaner Wohnungswechsel deckt sich meist nicht mit der vertraglich festgelegten Kündigungsfrist. In den meisten Fällen muss sich der Wohnungswechsler zeitnah um einen Ersatzmieter kümmern. Wenn über Immobilienportale Nachmieter – und gefunden werden, kann man sich glücklich schätzen.

In den Großstädten ist es dank der hohen Nachfrage relativ leicht, schnell einen Interessenten zu finden. Dabei muss man allerdings einige Dinge beachten: Zum Beispiel sollten ausziehende Mieter dem Eigentümer der jeweiligen Wohnung eine angemessene Frist einräumen, damit dieser ohne Zeitdruck prüfen kann, ob der vorgeschlagene Nachmieter für ihn und sein Mietobjekt überhaupt infrage kommt. Gesetzlich steht dem Eigentümer dafür sogar eine Bedenkzeit von bis zu drei Monaten zu. Wenn sich der Vermieter so viel Zeit nimmt, wird der Wohnungswechsler wahrscheinlich bereuen, nicht die reguläre Kündigungsfrist abgewartet zu haben.

Wann ist die Nachmietersuche zulässig?

Nicht in jedem Fall ist die Nachmietersuche zulässig. Der Wohnungsmieter darf so vorgehen, wenn der Mietvertrag eine entsprechende Nachmieterklausel enthält. Die Standardverträge in deutschen Metropolen enthalten besagte Klausel allerdings nur in den seltensten Fällen. Ist man aber aus beruflichen Gründen gezwungen, die Wohnung zu wechseln, zieht man in ein Alters- oder Pflegeheim um oder setzt die Familienplanung (Hochzeit, Geburt eines Kindes) den Umzug in eine größere Wohnung voraus, kann man auf den Nachmieter pochen. Wer nicht in diese Kategorien fällt, muss darauf hoffen, dass der Vermieter sich von seiner kulanten Seite zeigt.