Studium, was heißt das? Rund um die Woche Partys im Studentenwohnheim, epische Feiern und regelmäßiges Abrocken mit der Campus-Band? Nun, so kann das sein, und vielleicht wird ein Kommilitone, der sich bei diesen Aktivitäten etwas zurückhält, von manchen anderen als Langweiler angesehen. Ein paar Semester später zieht er jedoch locker vorbei und verdient schon seine erste Kohle, während andere noch zittern, ob sie für den Masterstudiengang zugelassen werden.

Wie schafft man es am besten, nach dem Abi durchzustarten und möglichst schnell richtig gutes Geld zu verdienen? Hier sind unsere Tipps.

Alles beginnt mit der wichtigsten Entscheidung

Eine der wichtigsten Entscheidungen, die man in seinem Leben treffen muss, ist die nach dem passenden Beruf. Wer vorausschauend plant, informiert sich schon in der Schulzeit, lernt Betriebe kennen und macht bereits die ersten Praktika. Man investiert eine Menge Zeit und Energie in die eigene Ausbildung – also soll es auch die richtige sein! Natürlich kann man später den Beruf wechseln, doch diesen Schritt muss man gut planen. Eventuell bleibt man im gleichen Berufsfeld und sattelt eher eine Spezialisierung drauf.

Was soll ich studieren?

Viele angehende Studenten quälen sich mit der Frage nach dem richtigen Studiengang. Die Zahl der Studierenden wächst jedes Jahr um einige Tausend, und damit auch die Konkurrenz auf dem Fachkräfte-Markt. Die große Frage ist, was bringt später am meisten Gehalt und Sicherheit? Hier ist eine aktuelle Rangliste der höchsten Einstiegsgehälter:

  1. Wirtschaftsingenieure kennen sich sowohl in den Ingenieurwissenschaften als auch in den Wirtschaftswissenschaften aus. Das macht sie zu sehr begehrten Fachleuten, die mit durchschnittlich 53.000 Euro jährlich ins Berufsleben starten.
  2. Ingenieure bringen es immerhin auf 51.000 Euro Jahresgehalt, und zwar gleich zu Beginn ihrer Karriere. Damit liegen sie auf Platz 2.
  3. Juristen starten mit rund 50.000 Euro Jahresgehalt, und ihr Fleiß im Studium zahlt sich in barem Geld aus. Je besser das Examen ist, umso größer sind die Verdienstchancen. Wer allerdings im Studium etwas geschludert hat, wird deutlich weniger verdienen.
  4. Mediziner starten ebenfalls mit jährlich 50.000 Euro. Hier macht die Spezialisierung einen großen Unterschied. Mehr als viele andere Tätigkeiten ist der Arztberuf jedoch tatsächlich eine Berufung und sollte nicht nur aus monetären Gründen ergriffen werden.
  5. Wesentlich unpersönlicher, aber nur unwesentlich schlechter bezahlt ist der Beruf des Wirtschaftsinformatikers. Hier starten Absolventen mit ansehnlichen 48.000 Euro Einstiegsgehalt pro Jahr.

Was kostet ein Studium?

Die drei Jahre bis zum Bachelor schlagen mit mindestens 25.000 Euro zu Buche, zumindest dann, wenn der Studierende günstig wohnt und bescheiden lebt. Viele Studis haben ein Interesse daran, ihr Studium auch ohne BAFÖG zu finanzieren, weil sie den staatlichen Zuschuss entweder nicht bekommen oder keine Schulden machen wollen (10.000 Euro vom BAFÖG müssen später zurückgezahlt werden). Ohne BAFÖG lassen sich keine großen Sprünge machen. Hier sind ein paar Spartipps:

  • Vielleicht kann die Familie einen Zuschuss zum Studium geben? Wenn sie die Semestergebühren übernehmen, ist schon viel gewonnen.
  • Falls möglich, sollte man zu Hause wohnen bleiben. Die zweitgünstigste Alternative ist ein Studentenwohnheim. Die Wahl der Uni sollte jedoch lieber nach Qualitäts- und weniger nach räumlichen Kriterien getroffen werden.
  • Falls es im Studentenwohnheim kein Zimmer mehr gibt, tut es auch ein kleiner Raum in einer WG.
  • Günstige Angebote einkaufen, bei Klamotten und andere Anschaffungen zu Second Hand greifen und in die Bibliothek gehen anstatt Bücher zu kaufen kann einen großen Teil des Geldes sparen, das andere Kommilitonen ausgeben.

Neben einem bescheidenen Lebensstil ist ein Nebenjob die ideale Methode, um die Kosten während der Unizeit gering zu halten.Doch anstatt bei Kaufland an der Kasse zu sitzen, kann ein Student bereits während des Studiums in einem Betrieb arbeiten, der seinem späteren Berufsbild entspricht. Am einfachsten funktioniert das als Werkstudent.

Als Werkstudent wichtige Erfahrungen sammeln

Als Werkstudent darf man bis zu 20 Stunden pro Woche im Betrieb arbeiten, in der vorlesungsfreien Zeit sind es 40 Stunden. Man verdient deutlich mehr als bei einem beliebigen Nebenjob und kann vor allem fachspezifische Praxiserfahrung sammeln. Der Betrieb profitiert davon, weil er erstens frisches Fachwissen und engagierte Angestellte bekommt, und zweitens für die Studenten weniger Ausgaben als für seine regulären Angestellten hat. Es handelt sich um eine klassische Win-Win Situation, die dem Absolventen erlaubt, bereits vor seinem Abschluss die ersten Schritte auf der Karriereleiter zu machen! Das sind die wichtigsten Vorteile:

  • Der Student erwirbt bereits sogenannte Hard Skills, das bedeutet zum Beispiel Fachwissen rund um Anwendungen und Programme.
  • Er arbeitet in dem Berufsfeld, in dem er auch später tätig sein wird und ergibt Fachkenntnisse. Ein echter Vorsprung gegenüber Kommilitonen, die das nicht gemacht haben und ein sehr guter Punkt im Lebenslauf!
  • Auch die Soft Skills werden trainiert, also die persönlichen und sozialen Fähigkeiten wie Belastbarkeit, Neugier, Zeitmanagement, Kommunikations- und Kritikfähigkeit und viele mehr.
  • Durch den tiefen Einblick in die verschiedenen Bereiche und Fachabteilungen kann das Studium noch zielgerichteter organisiert werden. Das mitgebrachte Wissen kann meist schnell reflektiert werden, man erkennt schnell, in welchen Bereichen man sich noch verbessern muss.
  • Eventuell wird man nach dem Studium im Betrieb angestellt – das wäre der erste große Schritt in eine erfolgreiche Zukunft. Durch die Praxis im Betrieb ergeben sich meist jedoch schon die ersten Kontakte, sodass man auf diesem Weg schnell den ersten Arbeitgeber findet.

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