Wer mit einem Studium in Philosophie, Literaturwissenschaft oder Kunstgeschichte in die Arbeitswelt startet, hat es nicht leicht. Bereits während des Studiums fragen Eltern und Verwandte besorgt, was man denn damit später arbeiten könne. Dabei sind die Aussichten gar nicht so schlecht.

Es kommt vor allem darauf an, dass man sich bereits während des Studiums Gedanken darüber macht, in welchem Bereich man später arbeiten möchte. Klassischerweise befähigt einen ein Studium des Geisteswissenschaften zum Beispiel sehr zu einem Einstieg in der Kommunikationsbranche, sei es bei Zeitschriften, im Rundfunk oder beim Fernsehen. Auch in Online-Redaktionen sind diese Absolventen als Autoren, Redakteure oder Projektmanager gern gesehene Arbeitskräfte.

Um hier den Fuß in die Tür zu bekommen, bietet es sich an, bereits frühzeitig Kontakte in die Branche zu knüpfen, zum Beispiel bei Praktika oder als freie Autorin. Auch der Aufbau einer eigenen Seite, entweder als  Zeitung oder auch als  Blog  bietet sich an. Das sorgt für Präsenz im Internet und kann sich auf lange Sicht auszahlen.

Geisteswissenschaftler als Berater? Warum nicht!

Auch Beratungsunternehmen greifen gern auf die Expertise von Philosophie-Absolventen zurück, bereichern diese die Teams aus BWLer und Ingenieuren um eine ganz eigene Sichtweise. Wer bereits über Liebe  in der Philosophie nachgedacht hat, dem fallen vielleicht auch andere Ansätze bei der Reorganisation eines Unternehmens ein. Um hier allerdings in die engere Wahl zu kommen, müssen die Noten von Anfang an hervorragend sein und auch Erfahrungen im Ausland haben sich oft als sehr positiv erwiesen.

Stiftungen, Organisationen, internationale NGO

Klassischerweise arbeiten viele Geisteswissenschaftler oft auch bei Stiftungen, Organisationen oder in internationalen NGO. So gut sich diese Jobs anhören, so begehrt sind sie allerdings auch und wer hier nicht von Beginn des Studiums an Kontakte knüpft und Erfahrung sammelt, wird es mit einem Einstieg sehr schwer haben.  Kleinere Vereine bieten da eher schon Möglichkeiten, hier sind allerdings die Verdienstmöglichkeiten wesentlich geringer.

Es gibt also viele Möglichkeiten zum Einstieg für Geisteswissenschaftler. Wer allerdings „nur“ studiert und keine Erfahrung bei Praktika oder Jobs sammelt, wird es mit dem Einstieg schwer haben oder zunächst einmal mit schlecht bezahlten Jobs zurecht kommen müssen.