Mechaniker ist ein Beruf, der durch unterschiedliche Fachrichtungen und Einsatzorte wie Ölplattformen, Flugzeuge, Schiffe, Industrie und Handwerk eine große Vielfalt bietet. Wer den Beruf des Mechanikers erlernt, beschäftigt sich nicht nur mit der Reparatur, sondern auch mit der Wartung und der Überprüfung technischer Geräte sowie einzelner Bauteile und Maschinen. Wir haben für euch mal eine Auswahl von Berufsbildern für Mechaniker erstellt und erklären die wichtigsten Unterschiede.

1. Fluggerätemechaniker

Der Fluggerätemechaniker beschäftigt sich mit der Wartung, der Herstellung und der Reparatur von Luftfahrzeugen. Auch in davor gelagerten Industriezweigen, wie als Zulieferer in der Komponenten- und Triebwerksherstellung, sind sie beheimatet. Gearbeitet wird zum Beispiel in der Montage der Systembauteile, der Fehlersuche und Behebung sowie in der Sichtkontrolle und der technischen Flugfreigabe. Hierunter fallen auch die Bedienung von großen Maschinen sowie Werkzeugen für die tägliche Arbeit.

Für diesen Beruf wird Reisebereitschaft erwartet – und dafür muss man körperlich fit sein. Wer sich für diesen Job interessiert, kann sich bei verschiedenen Unternehmen bewerben, zum Beispiel als Fluggerätemechaniker bei AviationPower. Später kann dieser Beruf durch einen Meistertitel und ein Studium ergänzt werden. Dann ist sogar eine Weiterentwicklung in Richtung Luft- und Raumfahrt möglich.

2.  Anlagemechaniker

Anlagemechaniker bearbeiten Baugruppen und setzen diese zu Apparaten und Anlagen zusammen. Änderungen an Anlagen sowie Instandhaltung, Pflege-, Wartung- und Einstellarbeiten werden von ihnen durchgeführt. Diese Mechaniker-Gruppe ist zumeist bei Unternehmen des Behälter-, Anlagen- und Apparatebaus beschäftigt. Häufig sind sie auch in Unternehmen der Versorgung- und Lüftungstechnik anzutreffen. Sie können in folgenden Einsatzgebieten vertieft werden: Instandhaltungstechnik, Schweißtechnik, Rohrsystemtechnik, Anlagebau und Apparate- sowie Behälterbau.

3. Feinmechaniker

Pixabay.com @ prettysleepy (CC0 Creative Commons)

Mit Liebe fürs Detail: Feinmechaniker kümmern sich um Feinheiten der Mechanik. Bild: Pixabay.com @ prettysleepy (CC0 Creative Commons)

Die Berufsbezeichnung des Feinmechanikers hat im Laufe der Jahre gleich mehrere Wandlungen erlebt. Den Anfang markierten feine Bearbeitungen, beispielsweise von Uhren. Später wurde dieser Beruf in der Schifffahrt häufig zum Bau der Navigationselemente wie dem Chronometer eingesetzt. Heutzutage ist der Beruf in drei Hauptkategorien aufgeteilt: Optik sowie Mechanik, Feinmechanik und Elektronik. Im Grunde geht es um die Herstellung sehr genauer Maschinen mit wissenschaftlichem Hintergrund.

4. Kfz-Mechatroniker

Wie schon das Wort sagt, beschäftigt sich die Berufsgruppe mit Automobilen wie PKW, Motorrad und Nutzfahrzeugen. Ob in der Produktion, der Reparatur, der Wartung oder der Diagnose – der Kfz-Mechatroniker ist hauptsächlich in der Werkstatt tätig. Hierbei ist logisches Denken genauso gefragt wie geschickte, handwerkliche Fähigkeiten. Außerdem müssen sich KFZ Mechatroniker auch den individuellen Kundenproblemen stellen.

5. Zerspanungsmechaniker

Der Zerspannungsmechaniker gehört zur Berufsgruppe der Zerspanungstechnik. Hierbei werden aus unterschiedlichen Rohstoffen durch Verfahren wie Fräsen, Schleifen und Drehen perfekte Präzisionsbauteile hergestellt. Dieser Beruf ist hauptsächlich in der Industrie sowie im Handwerk zu finden und bearbeitet meist Metalle sowie Kunststoffe.

6. Schiffsmechaniker

Schiffsmechaniker ist ein Beruf, der üblicherweise in der Nähe von Schiffen ausgeübt wird. Hier besteht die Aufgabe darin, die Maschinen zu überwachen, die Verladung zu überprüfen, Metalle zu bearbeiten. Auch Instandhaltung und Wartung von verschiedenen Bereichen, Elektrotechnik sowie Sicherheits- und Rettungstechnik fallen in diesen Bereich. Dieser Beruf deckt ein breites Spektrum an unterschiedlichen Aufgabengebieten in der Schifffahrt ab und ist, ähnlich wie der Fluggerätemechaniker, ein Beruf mit viel Verantwortung.

7. Holzbearbeitungsmechaniker

Die Bearbeitung von Holz ist in diesem Berufszweig das Hauptelement. Dieses Berufsbild ist dort zu finden, wo es um die Erzeugung von Furnierplatten und Holzmöbeln geht. Zur Holzbearbeitung werden Fräsen, Sägen und weitere Maschinen genutzt, um die Werkstücke in die richtige Form zu bringen. Weitere Aspekte dieses Berufes sind Holzwerkstofferzeugnisse, Leimholzerzeugnisse sowie Hobelerzeugnisse.

8. Schneidewerkzeugmechaniker    

Diese Mechaniker-Art ist die Weiterentwicklung des Berufes des Messerschmiedes. Das Berufsbild unterscheidet sich in zwei unterschiedliche Felder: die Messerschmied- und Schneidemaschinentechnik sowie die Schleif- und Schneidewerkzeugtechnik im Bereich der Werkzeuge. Hierbei können die Berufe durch die Erzeugnisse unterschieden werden. Die einen erstellen Messer, Scheren und Schneidwerkzeuge und die anderen fertigen Bohrer, Fräsen und Sägen. Dieser Ausbildungsberuf wird hauptsächlich in der Industrie und im Handwerk benötigt.

9. Konstruktionsmechaniker

Der Aufbau komplexer Maschinen gehört beim Beruf des Konstruktionsmechaniker dazu. Bild: Pixabay.com @ Anyusha (CC0 Creative Commons)

Der Aufbau komplexer Maschinen gehört beim Beruf des Konstruktionsmechaniker dazu. Bild: Pixabay.com @ Anyusha (CC0 Creative Commons)

Die Konstruktionsmechanik stellt für verschiedene Metall- und Stahlbauten die Metallkonstruktionen her. Diese sind zum Beispiel in Kränen, Aufzügen sowie im Brücken- und Schiffsbau aktiv. Hierbei werden die Elemente für die Bauten vorgefertigt, bearbeitet und hergestellt sowie anschließend zusammengebaut. Diese Berufsgruppe ist umfangreich aufgebaut und bietet große Variationsmöglichkeiten.

10. Bergbautechnologe

Der Beruf des Bergbautechnologen bezieht sich auf mehrere Branchen des Abbaus. Hier kann sich das Berufsfeld auf die Tiefbohrtechnik, die Tiefbautechnik oder auch Erdwärmeanlagen fokussieren. Die Arbeitsgebiete dieses Berufs sind häufig im Unter- und Übertagebau angesiedelt. Hierbei kümmern sich die Personen im Erz-, Steinkohle-, Braunkohle- und Kaliabbau um die Instandhaltung, den Neuaufbau sowie die Planung der Maschinen und die Bearbeitung von Rohstoffen.

11. Werkzeugmechaniker

Die Berufsgruppe des Werkzeugmechanikers umfasst das Erstellen von hochkomplexen Werkzeugen zur Bearbeitung von Blech-, Kunststoff- und Medizinteilen. Diese Berufsgruppe ist hauptsächlich in der Industrie und im Handwerkt tätig, da in diesen Bereichen der meiste Bedarf besteht.

12. Elektromechaniker

Der Beruf des Elektromechanikers beschreibt die Arbeit in der Informationstechnik, der Elektrotechnik und dem Maschinenbau. Hierunter fallen eine große Anzahl an unterschiedlichen Aufgabengebieten, die je nach Branche und Betrieb variieren können. Dazu gehören unter anderem das Messen von elektrischen Größen, die Beratung von Kunden, die Instandhaltung und die Reparatur von Geräten, die Programmierung von Software sowie viele weitere Gebiete.

13. Mechatroniker

Mechatroniker sind in den Bereichen der Elektrotechnik, des Maschinenbaus, der Informationstechnik, der Stahlindustrie sowie dem Handwerk beheimatet. Hierbei stehen die Wartung, die Instandhaltung, die Reparatur und der Aufbau komplexer Maschinen im Vordergrund. Aber auch andere Aufgabenfelder können wahrgenommen und ausgeübt werden. Dieser Beruf ist sehr umfangreich und bietet garantiert ein hohes Maß an Abwechslung.

Fazit: 

Die unterschiedlichen Berufsgruppen geben einen kleinen Einblick in mögliche Arbeitsfelder der Mechaniker in unterschiedlichen Fachbereichen. Da kein Mechaniker-Beruf dem anderen gleicht, besteht hier große Vielfalt und die Möglichkeit, in jedem Fall den passenden Ausbildungsberuf für persönliche Stärken und Schwächen zu finden. Hierbei ist es umso wichtiger, mit der Bewerbung zu punkten. Da dürfen das passende Anschreiben sowie ein hervorragender und interessanter Lebenslauf auf keinen Fall fehlen, um zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

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