Wer sich als Beratender Ingenieur selbständig machen will, muss neben einigen Jahren Berufserfahrung und natürlich dem notwendigen Fachwissen vor allem Durchsetzungsstärke und Kommunikationsfähigkeit mitbringen. Auch Fremdsprachen werden immer wichtiger.

Um Beratender Ingenieur werden zu können, benötigt man einige Jahre Berufserfahrung nach einem ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Studium. Dabei müssen die Beratungsleistungen unabhängig von einem Hersteller angeboten werden. Beratende Ingenieure arbeiten unabhängig und damit freiberuflich auf den Gebieten des Ingenieurwesens oder auf anderen technischen, technisch-wirtschaftlichen oder naturwissenschaftlichen Gebieten beratend, planend, überwachend, koordinierend, begutachtend oder prüfend.

Zwingend notwendig: Ingenieurkammer oder Berufsverband

Den Titel “Beratender Ingenieur” darf nur führen, wer Mitglied einer Ingenieurkammer ist oder dem Berufsverband VBI angehört. Mitglied im Verband Beratender Ingenieure (VBI) kann nur werden, wer über fünf Jahre Berufserfahrung verfügt, zwei davon in leitender Position.

Standardwissen allein reicht nicht aus, um als Beratender Ingenieur erfolgreich zu sein. Schließlich arbeitet man ja im Auftrag eines Kunden und berät diesen bei technischen und planerischen Fragen. Somit sollte man auch gute Kommunikationsfähigkeiten mitbringen: Manchmal muss man seinem Kunden nämlich auch beibringen, dass der Zeitplan eines Projektes nicht gehalten werden kann oder dass der Kostenrahmen aus dem Ruder läuft.

Man sollte auch unter Zeitdruck gut arbeiten können, betriebswirtschaftliche Kenntnisse besitzen und gut vermitteln können. Außerdem sollte man sich unternehmerisches Know-how aneignen und auch Fremdsprachen werden immer wichtiger.

Die Verdienstmöglichkeiten eines beratenden Ingenieurs hängen natürlich auch immer von seiner Erfahrung und dem Verhandlungsgeschick ab. In der Regel dürften sie aber ab 40.000 Euro bis 70.000 Euro nach Hause bringen.