Für Berufsanfänger ist der Eintritt ins Rentnerdasein noch weit weg: Mit den ersten Gehältern stehen Shoppingtouren, Partys und Reisen an. Dabei ist ein früher Vorsorgeplan wichtiger denn je – von der staatlichen Rente allein werden die Rentner von morgen ihren Lebensstandard nicht mehr halten können. Und: Wer bereits zu Beginn seines Berufslebens kleine Beträge für später anspart, hat dank des Zinseszins-Effekts mehr davon.

Nicht mehr sicher: die Rente

Der demografische Wandel in Deutschland hat zur Folge, dass Pensionäre mit der gesetzlichen Rente allein keine großen Sprünge mehr machen können. Seit Jahren steigt die Lebenserwartung, und demnächst gehen die Babyboomer-Jahrgänge in den Ruhestand. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Erwerbstätigen, was das Umlageprinzip des gesetzlichen Rentensystems in Bedrängnis bringt: Immer weniger Berufstätige zahlen in die Kasse ein, aus der die Renten entnommen werden.

Viele Rentner von morgen werden so Opfer der Rentenlücke: Zwischen dem letzten Gehalt und der ersten Rentenzahlung klafft ein finanzielles Loch, das mehrere Hundert Euro betragen kann. Deshalb ist es für Berufsanfänger heute so wichtig, möglichst früh mit dem Ansparen einer privaten Altersversorgung zu beginnen.

Den Zinseszinseffekt nutzen

Wer schon zu Beginn seines Berufslebens mit dem Sparen beginnt, hat mehr vom Geld auf der hohen Kante. Grund ist der Zinseszinseffekt: Das Ansparen einer Rücklage für das Alter über einen möglichst langen Zeitraum bringt Zinsen. Für diese Zinsen gibt es im Laufe der Jahre wieder Zinsen. Je früher das Ansparen beginnt, desto stärker ist dieser Effekt. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch: Wer erst spät mit dem Sparen anfängt, kommt kaum oder gar nicht in den Genuss vom Zinseszins.

Vorsorge nach dem Drei-Säulen-Prinzip

Das Drei-Säulen-System gibt einen Überblick über die Möglichkeiten der Altersversorgung. Es besteht aus den gesetzlichen Altersvorsorgemaßnahmen, der geförderten und der privaten Altersvorsorge.

Säule 1: die gesetzlichen Altersvorsorgemaßnahmen

Die vom Staat initiierten Rentensysteme bestehen im Wesentlichen aus der Beamtenversorgung, der gesetzlichen Rentenversicherung für Arbeiter und Angestellte sowie den berufsständischen Versorgungsystemen für bestimmte Berufe (zum Beispiel Ärzte, Apotheker, Anwälte oder Steuerberater). Sie alle sind der Sockel der zukünftigen Altersversorgung. Selbstständige können mit der Rürup-Rente als Basisrente freiwillig vorsorgen.

Säule 2: die geförderte Altersvorsorge

Zu den vom Staat geförderten Maßnahmen gehören alle Formen der betrieblichen Altersvorsorge (bAV), die Riester-Rente, fondsgebundene Rentenversicherungen und Fondssparpläne. Die geförderten Vorsorgeverträge sind in erster Linie für Angestellte gedacht. Der Staat zahlt Zulagen oder die Beiträge sind von der Steuer absetzbar.

Säule 3: die private Vorsorge

Unter die dritte Säule fallen alle privaten Vorsorgemaßnahmen, die komplett aus der eigenen Tasche gezahlt werden. Dazu gehören Aktien, Aktienfonds, Anlagen in Immobilien, Lebensversicherungen, Tagesgeld, Wertpapiere oder Gold. Das Angebot an Finanzprodukten ist ebenso vielfältig wie unübersichtlich. Beratung ist daher sinnvoll – Finanzdienstleister wie Swiss Life Select helfen bei der Auswahl von geeigneten Produkten. Swiss Life Select setzt dabei auf eine ganzheitliche Beratung, die die individuelle Lebenssituation des Einzelnen berücksichtigt. Alternativ helfen der Kundenberater der eigenen Bank oder ein unabhängiger Finanzberater. Unabhängige Finanzberater arbeiten auf Provisionsbasis und sind nicht an eine Bank oder Versicherung gebunden.