Wir haben uns gedacht, wie lassen mal das ganze „Du solltest und müsstest“ und zeigen einfach mal auf, was auf gar keinen Fall geht. Also, so gar nicht. Jedenfalls dann, wenn ihr IRGENDEINEN Job haben wollt.

  1. Gestalte deine Bewerbung so, dass sie nur Literaturwissenschaftler (oder Kunstgeschichtlerinnen) mit Doktortitel verstehen.
  2. Dein Lebenslauf muss sechs Seiten lang sein. Dass du Moderationsaufgaben in deiner KiTa-Gruppe übernommen hast, bedeutet ja schließlich etwas. Und auch die „Hat-mitgemacht“-Medaille der Bundesjugendspiele gehört unbedingt als Auszeichnung dazu.
  3. Achte beim Foto darauf, dass man dir deine Party- und Festivalerfahrung ansieht. Wichtig ist es außerdem, dass dein Mitbewohner die Chance auf seinen ersten Fotojob bekommt. Auch wenn er bis jetzt nur mit dem Handy fotografieren kann. Wozu gibt es denn Filter?
  4. Als E-Mail-Adresse verwendest du auf jeden Fall eine Adresse wie „BaggerBoy@hotmail.de“ oder auch „Sweetlady@web.de“. Damit alles auch Datenschutz-konform bleibt, hängst du auf keinen Fall eine Signatur an.
  5. Größer als 25 MB sollten deine Anhänge nicht sein. Wenn ja, solltest du sie am besten mit einem kryptischen Programm klein rechnen, das sich auf keinen Fall öffnen lässt. Zur Not kannst du ja noch einen kleinen Bug mitschicken.
  6. Melde dich nicht auf die Einladung zum Jobinterview, bestätige nicht den Termin und komme mindestens 30 Minuten zu spät. Wenn man dich dann warten lässt, bist du so richtig empört und betonst, dass dieses Unternehmen wohl keine Ahnung von „Candidate Experience“ hat und du eine gepfefferte Bewertung bei kununu hinterlegen wirst.
  7. Verweise darauf, dass du heute noch zwei weitere Gespräche hast. Daher kannst du dir auch den Namen des Unternehmens nicht meken, bei dem du gerade sitzt.
  8. Zur Beruhigung hast du dir deshalb eine Flasche Jägermeister mitgebracht. Außerdem hilft dein Mettbrötchen mit Zwiebeln gegen den gröbsten Hunger.
  9. Natürlich kannst du alle Jobs machen. Die Firma wird schon eine Vorstellung davon haben, wo man dich einsetzen kann.
  10. Du schaust niemandem in die Augen und sprichst auch niemanden an. Du bist halt schüchtern.

Und wenn ihr jetzt glaubt, diese Beispiele seien ausgedacht… Nein, alle habe ich so oder so ähnlich bereits erlebt oder in Gesprächen mit anderen Personalverantwortlichen erfahren.

Ihr habt selbst ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder seid selbst mal so richtig ins Fettnäpfchen getreten? Uns könnt ihr eure Geschichte verraten, das bleibt geheim;-)