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10 Tipps fürs XING-Profil

Xing-Profil optimieren. Bild: cydonna/photocase.de

Xing-Profil optimieren. Bild: cydonna/photocase.de

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Sehen Sie das Rezept fürs optimale XING-Profil als eine der Basiszutaten für Ihre Karriere, zumindest dann, wenn Sie in Deutschland oder Österreich mit Ihrem Berufsweg starten. Wer von Anfang an international unterwegs ist, sollte sich auch ein LinkedIn-Profil zulegen.

Galt Xing immer als das Online-Berufsnetzwerk für die DACH-Region, also Deutschland, Österreich und die Schweiz, hat sich der Fokus bei den Schweizern verändert – diese sind mittlerweile mehrheitlich zu LinkedIn abgewandert.

Die Basiszutat für Jobsuche & Karriere

Ein Xing-Profil gilt als eine der Basiszutaten für Ihr Jobsuche und Karriere. Zum Finden und Gefunden-werden ist es vor allem in Deutschland, aber auch in Österreich und der Schweiz, ein sehr wichtiges Tool. Wer von Anfang an international unterwegs ist, sollte sich auch ein LinkedIn-Profil zulegen.

Auch wenn immer mal wieder ein Abgesang auf XING zu hören ist (nicht international genug, zu altmodisch etc.), gilt nach wie vor: Wer in Deutschland gefunden werden möchte, kommt nicht an XING vorbei. So nutzten noch im Jahr 2015 100 Prozent der Recruiter in Unternehmen und Personalberatungen XING für die Kandidatensuche. LinkedIn folgte erst an dritter Stelle (Quelle: ICR, Institute for Competitive Recruiting).

Tipp: Hier sollte jeder für sich eine Kosten-Nutzen-Abwägung anstellen. Sich einmal ein gutes Profil anzulegen, dauert keine Ewigkeit und Sie sind auf einer relevanten Plattform find- und ansprechbar.

Der Start bei Ihrem Xing-Profil

Für den Anfang sollten Sie erst einmal mit diesen Punkten starten:

1. Ein Premium-Account
2. Ein professionelles Profilbild
3. Ein aussagekräftiges Hintergrundbild
3. Vollständige und sinnvolle Adressangaben
4. Profildetails: der Lebenslauf

1. Ein Premium-Account

Für den Start können Sie bei Xing auch gut mit einem kostenlosen Profil einsteigen. So lassen sich die Grundfunktionen schon einmal kennen lernen und die ersten Schritte gehen. Wer allerdings beruflich netzwerken möchte, sollte dies nicht ohne Premium-Account tun. Dieser bietet einige Vorteile:

  • Sie können sehen, wer Ihr Profil besucht hat. Das gibt Ihnen Auskunft darüber, ob Ihr Profil die richtigen Leute erreicht. Wenn zum Beispiel viele Personalmitarbeiter auf Ihre Seite kommen, aber keinen Kontakt zu Ihnen aufnehmen, sind Ihre Informationen nicht klar genug oder Ihre Qualifikationen passen nicht. Hier könnten Sie zum Beispiel Kontakt aufnehmen und nachfragen.
  • Sie können Nachrichten an Nicht-Kontakte schicken, mittlerweile sogar mit Anhang.
  • Sie können in der „Erweiterten Suche“ gezielt nach weiteren Personen oder Unternehmen suchen – dabei haben Sie sehr komfortable Filtermöglichkeiten, um Ihr Netzwerk strategisch zu erweitern. Diese Funktion ist so interessant, dass sich allein schon deswegen ein Premium-Account lohnt.

Der Premium-Account für Studenten kostet im Monat zwischen 3,95 Euro und 4,95 Euro (für ein 3-Monats-Abo/für das Jahresabo) bei der ersten Buchung. Für Berufstätige liegen die Kosten zwischen 7,90 Euro und 9,90 Euro. Das ist auch nicht viel mehr als zwei bis drei Kaffee.

2. Ein professionelles Foto

Stellen Sie sich vor, Sie gehen zu einem Treffen des Alumni-Netzwerks Ihrer Hochschule – und alle tragen Masken. So können Sie sich keinen visuellen Eindruck von Ihrem Gegenüber machen. Hier hätten Sie ja wenigstens noch Ihre Stimme! Im Internet sind wir also viel mehr auf visuelle Reize angewiesen. Also nutzen Sie die Möglichkeit, die Sie haben und binden Sie ein Profilbild ein.

Xing-Einstellungen zur Privatsphäre

Xing-Einstellungen zur Privatsphäre

Sie können bei Xing sehr genau einstellen, ob man Ihr Bild sehen darf oder nicht. Dazu gehen Sie auf –> Einstellungen –> Privatsphäre (der dritte Reiter) –> Bearbeiten und stellen ein, ob

  • Ihr Profil auch für Nicht-Mitglieder abrufbar sein darf,
  • Ihr Profil bei Suchmaschinen auffindbar sein darf,
  • Ihr Aktivitäts-Index angezeigt werden soll,
  • Ihre Kontakte sichtbar sein sollen usw.

Hier kommt es darauf an, was Sie mit Ihrem Profil erreichen wollen. Wenn Sie aktiv auf Jobsuche sind oder als Selbständige auf der Suche nach Auftraggebern, sollten Sie eher dafür sorgen, dass Ihr Profil so gut wie möglich auffindbar ist. Sollten Sie allerdings nicht über eine Suche gefunden werden wollen, sollten Sie Ihre Daten so wenig wie möglich findbar machen. Gerade für Menschen, die sich kaum vor Anfragen retten können, ist das sinnvoll.

Weitere Möglichkeiten zur Anonymisierung:

  • Das Foto lässt sich verfremden. Eine interessante Erfahrung habe ich gemacht, als ich zu Karneval ein Bild von mir als Cindy von Marzahn mit Blondhaarperücke eingestellt habe: Noch nie hatte ich so viele Besuche auf meinem Profil;-) Das bietet sich aber sicher nicht in jeder Branche an, Sie sollten es also nicht überstrapazieren.

3. Vollständige und sinnvolle Adressangaben

Sie können bei Xing sehr genau einstellen, was jemand von Ihrem Profil sehen darf beziehungsweise, was für alle Mitglieder sichtbar sein soll. Auch bei jedem einzelnen Kontakt lässt sich einstellen, welche Daten Sie mit diesem teilen möchten.

Datenfreigabe bei Xing

Datenfreigabe bei Xing

Geschäftliche Daten sollten freigeschaltet werden, denn viele benutzen Xing auch als Adressbuch. Ich persönlich gehe mit meiner Mobilnummer sehr restriktiv um, aber meine geschäftlichen Kontaktdaten stelle ich gern zur Verfügung. Bei den Angaben zum Unternehmen können Sie auch kreativ sein: Statt lediglich „Mitarbeiter“ oder „Geschäftsführerin“ zu schreiben, nutzen Sie den Platz für eine kurze Erläuterung, so wie bei mir „Netzwerken in digitalen Zeiten für Ihre Karriere und Ihr Recruiting“.

Profilansicht Xing. Bild: Detlef Overmann/SAE Alumni Convention 2017

Profilansicht Xing. Bild: Detlef Overmann/SAE Alumni Convention 2017

Ihre Visitenkarte

Eine wichtige Neuerung ist das große Hintergrundbild in Verbindung mit Ihren Profilangaben, das Xing vor ein paar Monaten ausgerollt hat – und was doch gehörig an Facebook erinnert. Hier können Sie schön mit dem Hintergrund in Verbindung zu Ihrem Profilbild spielen. Hier ist auch genügend Platz, einen Spruch unterzubringen oder einen kurzen Claim zum Unternehmen oder zu Ihrem Angebot. Das Bild sollte am besten eine Größe von 1280 x 624 Pixel haben, damit es auch nicht abgeschnitten wird, wenn man es vergrößert.
Als weitere Neuerung lässt sich dieses Hintergrundbild vergrößern, einfach, in dem man auf das Bild klickt:
Bild: Profilansicht Xing, vergrößert. Bild: Detlef Overmann/SAE Alumni Convention 2017

Bild: Profilansicht Xing, vergrößert. Bild: Detlef Overmann/SAE Alumni Convention 2017

Mit diesem Bild in den unterschiedlichen Größen können Sie einfach mal testen, was gut zu Ihnen passt. Xing zeigt einem beim Abspeichern des Bildes an, welcher Ausschnitt am Ende angezeigt wird.

Bildausschnitt beim Xing-Hintergrundbild. Bild: Detlev Overmann/SAE Alumni Convention 2017

Bildausschnitt beim Xing-Hintergrundbild. Bild: Detlev Overmann/SAE Alumni Convention 2017

Per Default ist ein grüner Hintergrund mit Wellen eingestellt, der nicht besonders inspirierend ist.

Das Hintergrundbild von Xing in der Voreinstellung.

Das Hintergrundbild von Xing in der Voreinstellung.

4. Profildetails: der Lebenslauf

Im Xing-Profil können Sie Ihren Ausbildungsweg und Ihre beruflichen Stationen in den Profildetails ausführlich darstellen. Manche sind unsicher, ob es überhaupt sinnvoll ist, hier ausführliche Angaben zu machen. Dazu müssen Sie wissen, dass Recruiter aus Unternehmen und Personalberater vorwiegend bei Xing nach potenziellen Kandidaten suchen. Da hilft ein ausführlich ausgefülltes Profil enorm. Füllen Sie also jede Station mit den entsprechenden Informationen: Wie groß ist/war das Unternehmen, was waren Ihre Aufgaben? Bitte geben Sie auch unbedingt eine Website mit an!

Ich erlebe es oft, dass jemand unsicher ist, ob hier alle Stationen angegeben werden müssen. Dabei ist es hier nicht so anders als beim Lebenslauf auch – natürlich müssen NICHT alle Stationen angegeben werden: So lassen sich vor allem Stationen weglassen, die schon sehr lange zurückliegen. Oder Sie fassen solche zusammen, die nicht so relevant für den künftigen Job sind, aber vielleicht eine Lücke hinterlassen würden.

Jede Station sollten Sie so ausführlich wie möglich ausfüllen:

  • Dafür gibt es auf der rechten Seite einen kleinen Button mit einem Bleistift-Symbol. Wenn Sie diesen anklicken, öffnet sich das Bearbeitungsfeld.
  • In diesem Bearbeitungsfeld können Sie nun Ihre Angaben eintragen. Vor allem in dem Feld „Beschreibung Ihrer Tätigkeit“ haben Sie die Möglichkeit, viele Informationen (und vor allem auch Suchbegriffe/Schlüsselwörter unterzubringen). Das ist wichtig für Ihre Findbarkeit.
Xing-Profildetails bearbeiten

Xing-Profildetails bearbeiten

Zentral im Xing-Profil: Schlüsselbegriffe

Um auch von den richtigen Ansprechpartnern gefunden zu werden, sollten Sie mit Schlüsselbegriffen arbeiten. Auch Wiederholungen sind an dieser Stelle sinnvoll. Man kann eben schreiben „Maschinenbau-Ingenieur“, „Maschinenbauingenieur“, „Diplom-Maschinenbau-Ingenieur“ usw.

Zwar gibt es einige Möglichkeiten, durch Suchtechniken (Boolesche Suche etc.) genau die richtigen Kandidaten herauszufiltern. Nur sind längst nicht alle Unternehmen so weit, also erleichtern Sie diesen die Arbeit. Machen Sie sich also findbar. Wer auch im internationalen Umfeld arbeitet, sollte die Schlüsselbegriffe auch in weiteren Sprachen einfügen, mindestens auf englisch.

Wenn Ihnen jemand aufgrund Ihrer Angaben Standard-Anfragen schickt oder sich unprofessionell benimmt, sperren Sie den Kontakt. Wenn es aber passende Angebote sind, ist doch klasse! Denn den Job wechselt man dann am besten, wenn man gar nicht sucht.

Das sind meiner Meinung nach die wichtigsten Zutaten zum Start mit einem Xing-Profil. Jetzt kommt es darauf an, die Zutatenliste zu erweitern und sich mit weiteren Möglichkeiten des Xing-Profils vertraut zu machen. Dazu gehören:

5. Ich biete, ich suche
6. Portfolio
7. Weitere Profile im Netz

5. Ich biete, ich suche

Unter den beiden Punkten „Ich biete, ich suche“ lässt sich Ihr Profil und Ihre Motivation sehr gut darstellen. Diese sollten wieder sehr sorgfältig mit Schlüsselbegriffen gefüllt werden und keinesfalls das gleiche sagen. Im Beispiel finden Sie abgebildet, wie unter „Ich biete“ wichtige Schlüsselbegriffe genannt werden und unter „Ich suche“ dezent ausgedrückt wird, dass die Person auch offen für Neues ist.

Xing - Ich biete

Xing – Ich biete

6. Portfolio

Das Portfolio ersetzte mit der Umstellung auf das neue Xing-Profil die Seite „Über mich“. Sie haben jetzt einige Möglichkeiten mehr, sich und Ihre Arbeit vorzustellen. Hier mal ein schönes Beispiel:

Schönes Beispiel für ein Portfolio: Ulrike Parthen

Schönes Beispiel für ein Portfolio: Ulrike Parthen

Hier wurden einzelne Bilder gewählt, Sie können aber auch ein Bild mit drei Bildern darstellen oder auch ein PDF einfügen. Das Portfolio sollten Sie vor allem nutzen, wenn Sie sich mit Ihrer Arbeit vorstellen möchten. Für Trainer, Journalisten, Grafiker, Kommunikationsdesigner sind das bereits die ersten Arbeitsproben.

7. Weitere Profile im Netz

Xing bietet Ihnen die Möglichkeit, weitere Profile von Ihnen einzubinden. Dabei sind Ihnen keine Grenzen gesetzt, einige Dienste werden sogar via Feed gezogen und sind so immer auf dem neuesten Stand. Das ist vor allem sinnvoll, da Xing eine gute Reputation bei Suchmaschinen hat und so mit dafür sorgt, dass Ihre Profile im Netz besser gefunden werden.

9. Erreichbarkeit
10. Impressum

9. Erreichbarkeit über Xing

Weiter oben bin ich bereits auf die Kontaktdaten eingegangen. In diese können Sie eintragen, wie man Sie bei Interesse erreichen kann. Wenn Sie keine Telefonnummer hinterlegen möchten, dann tragen Sie bitte eine Mailadresse ein, die Sie auch regelmäßig abrufen. Oder wenn man Ihnen Nachrichten via Xing schicken kann, sollten Sie Ihr Postfach auch regelmäßig öffnen. Denn Angebote, die drei Monate alt sind, nützen Ihnen wenig.

10. Impressum

Nun zu einem wichtigen Thema, das man nicht unterschätzen sollte. Wer Xing geschäftlich nutzt, sollte zur Sicherheit auch ein Impressum einfügen. Und da Xing nun mal ein Business-Netzwerk ist, besteht praktisch für alle Nutzer Impressumspflicht.

Was muss in ein Impressum rein?

Xing bietet natürlich viel mehr, als sich nur mit dem eigenen Profil vorzustellen. In dem Artikel „Netzwerken mit Xing“ geht es um die weiteren Möglichkeiten.

Linktipps:

  • Mehr über die Profilerstellung bei Linkedin, finden Sie in diesem Artikel
  • Mehr über den Aufbau eines Netzwerkes als Karriereturbo, lesen Sie hier.
  • Wie Sie Ihr Xing-Profil noch weiter optimieren, steht hier.
  • Für Wissenschaftler und Forscher wichtig: Researchgate

Buchtipp:

Wenn Sie genauer wissen möchten, wie Sie selbst ein Netzwerk mit Xing aufbauen können und welche Kanäle noch für Sie geeignet sind, hier unsere Buchempfehlung*:

Per Netzwerk zum Job. Insider zeigen, wie du deine Träume verwirklichen kannst. Von Ute Blindert. Campus Verlag Frankfurt/M., New York 2015. ISBN 978-3-593-50220-5. Preis: € 17,99.

*Nicht ganz uneigennützig: Das Buch stammt von der Herausgeberin dieses Magazins.

Bild: cydonna/photocase.de

  1. Nutzen Sie Business-Netzwerke, um einen neuen Job zu finden? [Umfrage – 1 min] https://www.surveymonkey.de/r/2JXH5Y6

  2. D. Wolf

    Fungieren die Einträge bei „Biete“ und „Suche“ als Key-words, ähnlich bei einer Suchmaschine, über die mich Recruiter auffinden können? Sprich: Wenn ich dort zB. Marketing eintrage, werde ich von Recruitern gefunden, die nach Marketing suchen?

    • Ja, genau. Vor allem „Ich biete“ funktioniert über Schlüsselwörter (Keywords) wie bei einer Suchmaschine. Allerdings würden bei einer Suche nach „Marketing“ sehr viele Profile angezeigt werden. Das heißt, es wäre gut, es mit spezifischeren Begriffen unterscheidbarer zu machen.
      Wenn es eher in Richtung „Marktforschung“ reingeht, Softwarekenntnisse in SPSS mit reinnehmen oder bei Online-Marketing wichtige Tools, mit denen Sie sich auskennen. Auch „weiche“ Begriffe wie „Kommunikationsfähigkeit“ können mit rein, danach würde nur kaum jemand suchen. Also unbedingt überlegt, unter welchen Begriffskombinationen Sie gefunden werden wollen!

      • Tom

        Frau Blindert, eine Frage habe ich dazu:
        Soll man unterschiedlichen Bezeichnungen für eine identische(s) Tätigkeiten/Wissen in einem gemeinsamen Feld erfassen oder lieber in getrennten? Also beispielsweise zusammen „Veränderungsmanagement/Change Management“ oder beide Wörter in einzelnen Feldern?
        Das Zusammenfassen finde ich persönlich übersichtlicher und „stimmiger“. Bin mir aber unsicher, ob die Xing-Suche dies korrekt verarbeiten kann und man bei einzelnen Suchbegriffen gefunden wird.

  3. A. Weber

    Hallo! Kann das Profil in einem „Designmodus“ erstellt werden und es erst wenn man fertig und zufrieden ist „veröffentlichen“? Oder sehen andere Mitglieder meine „Baustelle“?

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