Weiterbildungen sind im Berufsleben wichtig. Wer auf dem Wissensstand seiner Ausbildung oder seines Studiums bleibt, wird wahrscheinlich keine große Karriere in einem Unternehmen machen können. Das Erweitern des eigenen Wissens ist daher einer der Punkte, die jeder Angestellte im Hinterkopf behalten sollte – auch wenn nur gerade einmal 16,54 Millionen Personen laut Statista besonders an einer Weiterbildung interessiert sind.

Weiterbildung für Berufstätige

Weiterbildung für Berufstätige

23,42 Millionen haben ein mäßiges Interesse und 30,56 Millionen nur ein geringes. Ein sogenannter Bildungsurlaub muss aber von jedem Unternehmen genehmigt werden. Die Frage ist daher oft nicht, ob eine Weiterbildung nötig ist – sondern welche Möglichkeiten es dafür gibt und welche sich am besten auf den eigenen Karriereweg anpassen lässt.

Interne Seminare

Interne Seminare werden als Maßnahme direkt vom Vorgesetzten angeboten. Sie fallen meist in die Arbeitszeit, sodass die Mitarbeiter keine Überstunden verbuchen müssen. Meist werden sie bei der Schulung für neue Computerprogramme oder eine generelle Umstrukturierung des Betriebsablaufs angeboten, teilweise aber auch für spezielle Softskills, beispielsweise erfolgreiche Mitarbeiterführung.

Der Vorteil ist, dass der Arbeitgeber mit den internen oder externen Seminarleitern den gesamten Ablauf absprechen kann. Die Mitarbeiter bekommen dadurch Kenntnisse vermittelt, die sie definitiv für ihren Arbeitsalltag benötigen. Außerdem fallen bei diesen internen Seminaren meist keine Kursgebühren an – wenn es diese gibt, liegt es meist am Verhandlungsgeschick des Angestellten, ob er sie selbst tragen muss oder der Arbeitgeber diese übernimmt.

Training on the job

Diese Form zählt zur innerbetrieblichen Weiterbildung. Es ist beinahe das Gleiche, das auch mit gänzlich neuen Mitarbeitern gemacht wird: Der Angestellte bekommt einen Mentor an die Seite gestellt, der ihn in den neuen Bereich einarbeitet. Er wird daher direkt am Arbeitsplatz und im aktiven Tagesgeschäft geschult – die praktische Arbeit steht im Vordergrund, die Theorie gibt es nur zwischendurch.

Diese Form der Weiterbildung findet beinahe ständig in Unternehmen statt – erfahrene Mitarbeiter geben ihr Wissen beispielsweise an die unerfahrenen weiter, ohne dass dies direkt als Weiterbildung registriert wird. Besonders bei der Umstrukturierung von internen Abteilungen und der Versetzung von Kollegen in andere Arbeitsbereiche bietet sich diese Weiterbildungsmaßnahme an, damit alle möglichst schnell das Tagesgeschäft wieder aufnehmen können.

Externe Lehrgänge

Die Seminare bei dieser Weiterbildung finden nicht in den Räumen des Unternehmens statt, sondern an externen Stellen, wie beispielsweise an Fachhochschulen oder Handwerkskammern. Hierbei soll Fachwissen erworben werden, das möglicherweise im Unternehmen fehlt. Auch neue, berufliche Qualifikationen sind denkbar – die Handwerkskammer bietet beispielsweise die Fortbildung zur „Fachkraft für Solartechnik“ an, beschreibt sueddeutsche.de. Es sind aber auch Kurse zu belegen, die nicht direkt mit dem Arbeitsplatz zu vereinbaren sind – aber dennoch den Angestellten persönlich weiterbilden.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund bietet beispielsweise das Seminar „Krisenpolitik in Europa“ an. Diese Weiterbildungen können helfen, die Angestellten zu motivieren und an das Unternehmen zu binden – wer sich weiterbilden darf, auch wenn dies nicht direkt etwas mit seiner Arbeit zu tun hat, ist in den meisten Fällen glücklicher als Mitarbeiter, denen dieses Recht verwehrt bleibt.

Fernunterricht/-studium

Wenn neben der Arbeit nicht viel Zeit bleibt, um Seminare oder Lehrgänge zu besuchen, ist der Fernunterricht oder das Fernstudium eine weitere Variante, sich weiterzubilden. Diese beiden Begriffe können synonym betrachtet werden.

Definiert wird ein Fernstudium als eine Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten, bei der der Lernende und der Lehrende sich an unterschiedlichen Orten aufhalten. Der Unterricht findet über das Internet statt; die Seminare können meist zu jeder beliebigen Uhrzeit angehört werden, da es sich um eine Aufzeichnung handelt.

Weitere Informationen zu verschiedenen Fernstudienlehrgängen, genauer eine Suche, in die bereits das Studienfach, der Studienabschluss, die Studiendauer und das Format, ob Teilzeit oder Vollzeit, miteinbezogen wird, finden sich im Internet. So findet sich in Kürze ein passender Fernstudiengang. Durch die Möglichkeit, damit einen Universitätsabschluss nachzuholen, eröffnen sich für Angestellte meist neue Karrieremöglichkeiten in Unternehmen.

E-Learning

Wer keinen neuen Abschluss machen möchte, aber dennoch die Freiheit haben will, mittels Internet zu lernen, kann sich E-Learning-Angebote anschauen. Dies wird oft auch von Unternehmen zur Weiterbildung angeboten – mittels Webinaren, die jederzeit angeschaut werden können, ist es den Mitarbeitern so freigestellt, wann sie sich weiterbilden. Dieses elektronisch gestützte Lernen ist vor allem bei der jüngeren Generation beliebt.

Der Vorteil der Flexibilität ist nicht von der Hand zu weisen, sodass immer mehr Unternehmen gerne auf die E-Learning-Konzepte zurückgreifen, statt Weiterbildungen in externen Seminaren anzubieten. Es gilt zudem zu bedenken, dass die Angebote des elektronischen Lernens nicht nur ausschließlich eingesetzt werden müssen – sie können auch ergänzend zu anderen Möglichkeiten des Lernens genutzt werden.

Selbstorganisiertes Lernen

Wenn das Unternehmen keine Weiterbildungen anbietet und auch in den Fernstudiengängen nichts Passendes gefunden wird, kann der Angestellte immer noch selbst versuchen, sich neue Fähigkeiten und Qualifikationen beizubringen. Im Internet gibt es eine Vielzahl an Angeboten – über Sprachlernkurse bis hin zu Seminaren über notwendige Soft Skills im Job.

Aber nicht nur in diesem Medium können Anregungen gefunden werden: Volkshochschulen beispielsweise bieten ebenfalls Einheiten an, die einem im Job weiterhelfen können. Oder es folgt der Gang in die Bibliothek, um sich durch Fachliteratur auf einem bestimmten Gebiet weiter zu entwickeln. Besonders wissenschaftliche Paper sind dafür eine gute Möglichkeit – diese sind in Universitätsbibliotheken am ehesten zu finden.

Bei dieser Art des Lernens sind die Lernenden wirklich frei in ihrer Zeiteinteilung – dieser Vorteil bedingt aber auch den größten Nachteil: Dass sie sich immer wieder neu motivieren müssen, um voranzukommen. Bei Volkshochschulkursen ist dies durch den Unterricht noch einigermaßen gegeben – bei dem Studium von Fachliteratur kann es aber schon schwieriger werden.

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