Oft ist der Lebensweg ganz klar: Schule, Abitur, Studium. Nicht immer stellt sich in der Realität heraus, dass das der richtige Weg war. Zum Glück gibt es Alternativen, die sich ebenso als Berufsweg eignen. Wie wäre es mit einer Ausbildung zum Uhrmacher?

Berufswunsch Uhrmacher?

In vielen Studiengängen ist Genauigkeit, konzentriertes Arbeiten und Ausdauer Grundvoraussetzung für den Erfolg. Wer über diese Fähigkeiten verfügt, aber feststellt, dass es mit dem Studium doch nicht wirklich klappt, der kann auch über eine Ausbildung zum Uhrmacher nachdenken. Ist das Grundinteresse für das Uhrmacherhandwerk vorhanden, dann kann der Berufsweg Uhrmacher zum neuen Lebensziel werden.

Anders als beim Studium, bei dem man sich an der Uni direkt oder über die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) um einen Studienplatz bewirbt, ist für einen Ausbildungsplatz eine aussagekräftige Bewerbung wichtig. Wer sich als Uhrmacher bewirbt, sollte bereits beim Bewerbungsschreiben auf Perfektion und Exaktheit achten. Dies ist die beste Visitenkarte für die Befähigung zu diesem anspruchsvollen Beruf.

Handwerk statt Hörsaal

Die Entscheidung, das Studium abzubrechen, macht sich kaum einer leicht. Für einen sauberen Abgang sind verschiedene Punkte zu beachten. Auf jeden Fall sollte man sich vor dem Abbruch Zertifikate, Zeugnisse und Qualifikationsbestätigungen dort erstellen lassen, wo es möglich ist. Je nach Studiengang und Nachweisen kann die spätere Ausbildung damit eventuell verkürzt werden. Dies gilt vor allem auch für praktische Nachweise. Beim endgültigen Verlassen der Universität oder Hochschule ist eine korrekte Exmatrikulation zu empfehlen.

Auch hinsichtlich des BAföG-Bezugs gibt es so einiges, worüber man sich als Studienabbrecher im Klaren sein muss. Wird das Studium nach dem 3. Fachsemester abgebrochen, dann ist ein späterer Bezug der Leistungen nur noch dann möglich, wenn ein so genannter unabweisbarer Grund für den Abbruch nachgewiesen werden kann. Andernfalls erlischt der Anspruch vollständig. Die Rückzahlung des bereits bezogenen Geldes beginnt nach dem Ende der Regelstudienzeit plus einem Zeitraum von fünf Jahren.