karriereletter

Zukunft & Karriere

Gadgets & Tools

Die Pomodoro-Technik: Effizient arbeiten mit der Tomate

Pomodoro-Technik - schöner Name, schönes Tool! Bild: terrorkind/photocase.de

Pomodoro-Technik - schöner Name, schönes Tool! Bild: terrorkind/photocase.de

Manchmal ist der Schreibtisch so voll, dass man gar nicht mehr weiß, wo man anfangen soll. Egal, welcher Aufgabe man sich widmet, immer drängt sich der Eindruck auf: „Das kann ich gar nicht alles schaffen!“ Dann tritt ein, was in einer solchen Situation natürlich gar nicht hilft: Man arbeitet planlos und hat am Ende eines Tages den Eindruck, zwar lange gearbeitet und dennoch nichts geschafft zu haben. 

Hier hilft eine Technik, die bereits in den 80er-Jahren von Francesco Cirillo zum besseren Zeitmanagement entwickelt wurde: die Pomodoro-Technik. Der Name, italienisch für „Tomate“ kam einfach daher, dass Cirillo zur Zeitmessung einen Küchenwecker in Form einer Tomate einsetzte.

Einsatz der Pomodoro-Technik

Die Technik ist nicht besonders kompliziert, aber unglaublich effektiv. Es geht darum, sich für einen bestimmten, kurzen Zeitraum auf EINE AUFGABE zu fokussieren. Dabei gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Formulieren Sie Ihre Aufgabe.
  • Stellen Sie einen Küchenwecker, den Wecker auf Ihrem Smartphone oder den Timer im Internet auf 25 Minuten.
  • Arbeiten Sie konzentriert an der vorher festgelegten Aufgabe.
  • Sobald die 25 Minuten um sind, machen Sie eine Pause von 5 Minuten. Markieren Sie deinen Endpunkt mit einem X.
  • Nach vier Einheiten – auch „pomodori“ genannt – gönnen Sie sich eine längere Pause von 15 bis 20 Minuten.

Die Prinzipien dieser Methode sind umfassend und beinhalten Aspekte von Planung, Nachverfolgung, Aufzeichnung, Bearbeitung und Visualisierung.

Abweichungen sind möglich

Auch wenn Sie nicht alle fünf Punkte von oben beachten und sich Freiheiten herausnehmen, funktioniert diese Methode erstaunlich gut. Allein zu wissen, dass es erst einmal um die ersten 25 Minuten geht, erleichtert das Anfang und ist somit auch sehr effektiv bei Blockaden vor besonders ungeliebten Aufgaben.

Überlegen Sie mal:

  • Ach, den Antrag für die Kostenerstattung muss ich ja noch machen. Dazu habe ich gar keine Lust. Naja, 25 Minuten kann ich mich dem ja mal widmen…

  • Ich muss ja noch die Unterlagen für die Steuererklärung zusammen suchen. Ich weiß gar nicht, wo ich die überall abgelegt habe, so ein Mist! Aber in 25 Minuten kann ich ja doch den ein oder anderen Beleg schon mal finden.

Sie werden erstaunt sein, was sich in 25 Minuten konzentrierter Arbeit wirklich erreichen lässt. Wirklich konzentriert heißt dann aber auch:

  • Schließen Sie Ihre Social Media-Kanäle. Von Facebook & Co. sollten Sie sich nicht ablenken lassen.
  • Halten Sie sich auch Ihr E-Mail-Programm in der Zeit geschlossen und stellen Sie Ihr Telefon leise.
  • Wenn doch etwas dazwischen kommt, halten Sie Ihren Zeitwächter an und machen später weiter.

Und mir damit den Freiraum schuf, nachmittags an den Aufgaben und Themen zu arbeiten, die ich einfach machen wollte – Herzensprojekte wie Business Ladys und Karriereletter zum Beispiel!

Tipp: Mit diesen kurzen Zeiteinheiten lassen sich auch solche Arbeiten erledigen, die uns besonders schwer fallen: Die Steuer machen? 25 Minuten kann ich mich der ja mal widmen! Behördenkram erledigen? Geht oft schneller als man denkt – 25 Minuten reichen oft aus!

Wie sind Ihre Erfahrungen? Welche Tools haben Ihnen geholfen?

Buchtipps & Links:

  1. Tim

    Hi Ute,

    wieder ein schöner Artikel. Danke dafür! 🙂

    Ich wende die Pomodoro-Technik seit Kurzem regelmäßig an und bin von den Ergebnissen dermaßen beeindruckt, dass ich das Arbeiten in Etappen fest in meinen Arbeitstag integriert habe. Durch diese kleinen, kurzen Konzentrationsbooster schaffe ich in 2 Stunden so viel wie sonst an einem ganzen Tag. Besondern bei nervigen Aufgaben hilft mir diese Strategie besonders weiter. Kann ich nur empfehlen!

    Kleiner Trick: Damit ich auch wirklich nach 25 Minuten aufhöre und die Arbeit unterbreche, stelle ich den Timer etwas weiter weg, sodass ich aufstehen muss, um das Signal auszustellen. Sonst besteht bei mir die Gefahr, dass ich im Flow einfach weitermache. 🙂

    Viele Grüße
    Tim

    • Lieber Tim,
      danke für die Ergänzung! Das muss ich mir auch mal merken, denn oft arbeite ich einfach ohne Pause weiter und weiß gar nicht mehr, dass der Wecker schon wieder „Pause“ gesagt hat.
      LG Ute

  2. Hey,
    gut erklärter Artikel!
    Für mich ist die Pomodoro-Technik einfach unschlagbar 😉
    Ich nutze zur Zeit das Programm Tomighty. Einfach, aber gut.
    Wenn ich im Flow bin, dann verschiebe ich die Pausen ein wenig, denn der Flow ist für mich viel zu kostbar. Bei normalen Lernen und Arbeiten halte ich mich strenger an die Pausen.
    Unter http://www.learning-man.de veröffentliche ich auch Artikel zu diesen Themen.
    Schau einfach vorbei.

    Viele Grüße
    Michael

Kommentar verfassen

Theme von Anders Norén

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen