Die Globalisierung hält die Wirtschaftswelt schon seit Langem in Atem. Unternehmen konzentrieren sich längst schon nicht mehr nur auf den heimischen Markt, sondern sind über den gesamten Globus vernetzt. Während noch vor einigen Jahren vor allem leitende Angestellte mit internationalen Geschäftspartnern in Kontakt standen, gehört dies heute zu den Aufgaben zahlreicher Mitarbeiter auf allen Ebenen eines Unternehmens.

So wundert es kaum, dass Fremdsprachen zu einem immer wichtigeren Karrierefaktor geworden sind. Wer Fremdsprachen spricht, verbessert seine Chancen auf dem Markt und kann sogar unternehmensintern erfolgreicher sein.

Fremdsprachen werden immer wichtiger

Wie bereits erwähnt, ist die globale Vernetzung aus der heutigen Wirtschaft nicht mehr wegzudenken. Unternehmen beziehen Rohstoffe aus fernen Ländern, kooperieren über Ozeane hinweg miteinander und schaffen immer weiter verzweigte Netzwerke. Nur Mitarbeiter, die diese Entwicklung tatkräftig unterstützen, besitzen in diesem Bereich zukünftig noch Wert für ihren Arbeitgeber.

Die Gründe liegen auf der Hand. So ist die Kommunikation in einer fremden Sprache auf mehreren Ebenen förderlich für die Beziehungen, die ein Unternehmen zu seinen Geschäftspartnern pflegt. Nicht nur die Planung und Durchführung von Projekten wird durch die gemeinsame sprachliche Basis verbessert, denn auch Probleme lassen sich ohne Kommunikationsbarrieren schneller und effizienter lösen. Auch das Risiko möglicher Missverständnisse sinkt, wenn ein Mitarbeiter über einen möglichst großen Wortschatz verfügt und auch kleine Unterschiede erkennen kann.

Unternehmen suchen daher schon seit geraumer Zeit nach Mitarbeitern, die sie bei internationalen Geschäften unterstützen können. Sprachkenntnisse sind ein wichtiges Detail bei der Gestaltung des eigenen Lebenslaufes und sollten keineswegs unter den Tisch fallen. Wenn es sich um eine eher seltene Sprache handelt, kann gerade diese wertvoll für das Unternehmen sein.

Auch eine Umfrage verdeutlichte die Wichtigkeit von Fremdsprachen. Hierbei sollten die Befragten angeben, welche Faktoren sie persönlich als besonders wichtig für ein erfolgreiches Berufsleben erachten. Während 42 Prozent der Teilnehmer Berufserfahrung als entscheidend nannten, sprachen sich immerhin 17 Prozent für Fremdsprachen als Karrierefaktor aus. Kommt die eigene Karriere ins Stocken, so kann das Erlernen einer Fremdsprache den Erfolg wiederherstellen. Dann nämlich paaren sich Berufserfahrung und Sprachkompetenz und machen den Mitarbeiter zum potenziellen Aufstiegskandidaten.

Auswahl und Erlernen der Sprache

Als die wohl wichtigste Fremdsprache im beruflichen Bereich gilt Englisch. Der Grund hierfür ist die Tatsache, dass Englisch als Sprache über den gesamten Globus verteilt zu finden ist. Sowohl in Indien als auch in Kanada und in zahlreichen afrikanischen Staaten braucht es gute Englischkenntnisse, um berufliche Kontakte pflegen zu können. Da Englisch aufgrund seiner Wichtigkeit auch in deutschen Schulen immer früher unterrichtet wird, können die meisten Bewerber mit dieser Sprache glänzen.

Oft jedoch genügt es nicht, nur eine Fremdsprache zu sprechen. Wirkliche Karrierechancen hat nur, wer aus der großen Masse hervor sticht und besondere Qualitäten zu bieten hat. Hierzu zählt zweifellos auch das Beherrschen weiterer Fremdsprachen, die für die geschäftlichen Beziehungen eines Unternehmens von Wert sein können. Als immer attraktiver für die internationale Korrespondenz gelten inzwischen auch Sprachen wie:

  • Russisch,
  • Französisch,
  • Spanisch,
  • Chinesisch
  • und Arabisch.

Eine dieser Sprachen für die persönliche Weiterentwicklung auszuwählen, schafft Vorteile. So wissen Unternehmer längst um den besonderen Wert der muttersprachlichen Kommunikation. Ein Angestellter, dessen sprachliche Fähigkeiten Englisch übersteigen, kann sehr viel intensivere und persönlichere Bindungen zu Geschäftspartnern aufbauen. Das Gegenüber fühlt sich in seiner Individualität geschätzt und respektiert. Das wiederum führt zu fruchtbareren Verhandlungen und einer wohlwollenden Haltung.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, eine Fremdsprache zu erlernen. Von Kursen an Volkshochschulen über Online-Angebote bis hin zu spezialisierten Sprachschulen variiert das Angebot sowohl inhaltlich als auch finanziell. Als besonders effektiv für den Lernerfolg werden auch Sprachreisen beschrieben, da diese zum aktiven Kommunizieren und Anwenden der Fremdsprache motivieren. Oftmals verbessert eine solche Reise auch das kulturelle Verständnis, was der wertschätzenden Kommunikation zugutekommt.

Unterstützung durch den Arbeitgeber einholen

Es kommt vor, dass die Fremdsprache nicht nur zur Verbesserung der Chancen bei einer Bewerbung eingesetzt werden soll. Immerhin können sich auch Angestellte eines Unternehmens im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit fortbilden und so die Basis für höhere Positionen und mehr Verantwortung schaffen. Liegt das auch im Interesse des Arbeitgebers, so unterstützt dieser das Vorhaben unter Umständen gern.

So steht dem Angestellten in jedem Fall bezahlter Bildungsurlaub zu. Dabei kommt es auf das Bundesland an, in dem die betreffende Person tätig ist. Je nach Regelung muss der Angestellte vor der Gewährung des Bildungsurlaubes eine gewisse Zeit für das Unternehmen tätig gewesen sein. In Baden-Württemberg und dem Saarland gilt hier ein Zeitraum von zwölf Monaten, während in Hessen und Nordrhein-Westfalen sechs Monate genügen. Die genauen Bestimmungen für ihr Bundesland sollten Interessierte vorab erfragen.

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