Initiativanschreiben und CVs stellen die klassische Bewerbung dar. Nun aber gibt es einen neuen Trend auf Bewerberseite, nämlich die Karriere-Homepage, auf der sämtliche Bewerbungsdaten öffentlich dargestellt werden.

Erster Schritt: Namen suchen und URL reservieren

Für jede Homepage wird zunächst ein Hoster benötigt. Sowohl Privatpersonen als auch Firmenkunden sind zufrieden mit dem Webhosting bei checkdomain.de, domainfactory, Strato oder auch anderen Anbietern. Auf solch einer Website können Interessenten nicht nur Hosting-Pakete buchen, sondern auch einen Domaincheck durchführen. Im Idealfall besteht die URL aus dem vollständigen Namen ohne besondere Zusätze, etwa www.maxmustermann.de. Ist der Name schon vergeben, müssen andere Optionen wie Bindestriche oder abgekürzte Vornamen ausprobiert werden. So oder so: Am Namen soll es nicht scheitern, wichtiger ist das, was danach geschieht.

Zweitens: Sorgfältig formulieren

Der Vorteil einer Bewerbungs-Homepage ist, dass sie allen Beteiligten viel Arbeit spart. Potenzielle Arbeitgeber benötigen nur den Link, um an die Informationen zu kommen. Ganz wichtig dabei: Die Online-Bewerbung ist zwar eine andere Art der Präsentation, inhaltlich gelten jedoch die altbewährten Grundregeln. Rechtschreibung, Struktur und Sprache dürfen also nicht vernachlässigt werden – hier gelten nämlich nicht die (vermeintlichen) Regeln des Internets, sondern die des professionellen Schriftverkehrs.

Drittens: Anschreiben trotzdem versenden

Nun wäre es wohl zu leicht, allen interessanten Unternehmen eine kurze E-Mail mit Link zur Karriere-Homepage zu schicken. Ein persönliches Anschreiben muss nämlich immer noch sein. Dieses lässt sich kaum pauschal verfassen, da die Motivation für jeden Arbeitgeber und für jede Tätigkeit ganz unterschiedlich ist. Im Optimalfall läuft es also folgendermaßen ab: Man verschickt ein Initiativschreiben an Unternehmen und fügt am Schluss den Hinweis an, dass der Lebenslauf sowohl auf Anfrage als auch über den angehängten Link eingesehen werden kann. Das Zusammenspiel von Lebenslauf und Anschreiben ist damit ideal ausbalanciert.

Viertens: Homepage muss sinnvoll sein

Besucht der HR-Manager dann die Homepage, geht es um die entscheidende Frage, wie lange er dort bleibt. Das hängt nicht nur von den Bewerbungsdaten ab, sondern auch von Aufbau und Design. Allzu amateurhafte oder schlecht strukturierte Homepages verleiten zum Absprung, im schlimmsten Fall kann ein guter Lebenslauf dann wertlos sein. Zum Schluss also noch eine wichtige Regel: Eine Bewerbungs-Homepage ist eine gute Sache – wenn sie gut umgesetzt wird, ansonsten kann sie kontraproduktiv wirken. Wer keinen Hang zur Homepage-Erstellung hat und weder Zeit in Tipps noch Geld in einen Web-Spezialisten investieren will, fährt mit der klassischen Methode besser.