Twitter lässt sich prima zum Entdecken von Jobs nutzen. Dabei lassen sich auch individuelle und außergewöhnliche Stellenangebote fernab der großen Stellenbörsen finden. In diesem Artikel zeigt Gastautor Peter Huesmann*, wie die Jobsuche über Twitter funktioniert.

Twitter spielt in Deutschland immer noch eine untergeordnete Rolle, vor allem im Vergleich zu den großen sozialen oder Berufs-Netzwerken wie Facebook, Xing und Co. Privat wird das Netzwerk nur von wenigen genutzt und wenn, dann hauptsächlich passiv – zum Folgen von Stars und Berühmtheiten zum Beispiel.

Auf der professionellen Ebene sieht es da schon anders aus. Gerade in Medienberufen wird Twitter intensiv als Informationsquelle und zum Austausch verwendet. Hier kann das schnelle Netzwerk mit nur 140 Zeichen pro Nachricht seine Vorteile voll ausspielen. Denn wenn es darum geht, kurze Informationen schnell zu verbreiten, ist Twitter unschlagbar.

Twitter für die Jobsuche

Auch für die Jobsuche lässt sich Twitter hervorragend nutzen. Mit den entsprechenden Suchbegriffen und Hashtags wie #Job, #Stellenangebot und dem #Stadtnamen ergänzt um die #Berufsbezeichnung, lassen sich Jobs in der gewünschten Stadt finden.

Doch wer postet Jobs auf Twitter? Zum einem gibt es eine Vielzahl an Nischenjobbörsen, die Ihre neuen Stellenangebote auf Twitter verbreiten. So lassen sich auch außergewöhnliche, nicht alltägliche Jobangebote finden.

Beispiel Job-Tweet Nischenjobbörse:

Aber auch viele Unternehmen und Organisationen twittern ihre offenen Jobangebote. Die meisten Firmen stellen ihre Jobangebote zunächst auf der eigenen Karriereseite ein und twittern diese dann.

Erst später, wenn überhaupt, werden die Stellenangebote auf den großen Jobbörsen veröffentlicht. Als Bewerber hat man so einen gewissen Informationsvorsprung wenn man die Stellen als erster über Twitter entdeckt.

Beispiel Job-Tweet Unternehmen:

Webservice erleichtert die Suche

Um die Suche nach Jobs über das Netzwerk Twitter zu vereinfachen und mit klassischen Stellenbörsen zu vereinen, gibt es den neuen Webservice zutun.de. Hier werden Jobangebote aus klassischen Stellenbörsen und Jobs, die über Twitter gepostet werden, gebündelt. Sucht man z.B. in Berlin nach „Onlinemarkting Jobs“ erhält man aktuelle Ergebnisse aus den großen Stellenbörsen ergänzt um die sogenannten Job-Tweets für Onlinemarketing-Stellen in Berlin. Ebenfalls gibt es einen Jobalarm, der per E-Mail neue Jobangebote via Twitter und aus Stellenbörsen versendet.

Zunehmende Bedeutung

Die Bedeutung von Twitter bei der Stellensuche wird noch zunehmen, gerade bei der jungen, internetaffinen Zielgruppe. Der Großteil der heute geposteten Jobs liegt im Online- und Medienumfeld. Traditionelle handwerkliche Jobs bilden immer noch die Ausnahme. Doch wenn sich das Bewusstsein für die Jobsuche via Twitter weiterhin vergrößert wird sich auch dieses ändern.

*Über den Autor:

Peter Huesmann ist Gründer der Jobplattform zutun.de und beschäftigt sich mit den neuen digitalen Möglichkeiten des Jobmarktes. Er interessiert sich dafür wie Unternehmen und Bewerber in Zukunft noch einfacher zusammengebracht werden können.

Buchtipps & Links:

*Amazon-Link.