Viele junge Leute wollen sich mit ihrem Studium nicht gleich zu Beginn festlegen, schließlich warten abwechslungsreiche sowie spannende Ergänzungen und Schwerpunkte. Dabei gibt es gerade in kombinierten Studiengängen, die Einblicke in diverse Fachdisziplinen erlauben, ein hohes Maß an Sicherheit und Raum zur Entfaltung.

Im Bereich des Hotelmanagements lassen sich persönliche Interessen, die mit fremden Kulturen und Sprachen zu tun haben, ebenso mit fachlichen Qualifikationen verbinden. Dieser Beitrag informiert über das Studienfeld Hotelmanagement, die wesentlichen Inhalte und Zukunftsaussichten.

Praxisbezug in jeder Situation

In der Hotellerie ist es wichtig, die verschiedenen Abläufe zu kennen und das Zusammenspiel dieser Komponenten nachzuvollziehen. Das Studium im Bereich Hotelmanagement ist daher mit einem hohen Praxisanteil verbunden, sodass Studierende einen Großteil der Zeit tatsächlich vor Ort verbringen. In dieser Form der Ausbildung, als Fernstudium, ist ein Dualismus üblich. Das bedeutet, dass von Anfang an ein Gehalt bezogen wird und es oftmals auch eine Übernahmegarantie des Arbeitgebers gibt.

Im Studium selbst geht es um Hotelwirtschaft und damit verbundene, ökonomische Zusammenhänge. Ein Hotelmanagement Studium bei IBS vermittelt als Grundlage zunächst einmal internationales Management. Ein Schwerpunkt wird im Bereich der Methodik sowie einer Reihe sozialer sowie kommunikativer Kompetenzen gesetzt. Durch die universelle Ausbildung ist ein nationaler sowie internationaler Einsatz denkbar. Im Folgenden werden die wesentlichen Studieninhalte beschrieben:

  • General Management: Rechtliche sowie betriebswirtschaftliche Grundlagen, die im volkswirtschaftlichen Kontext zu sehen sind und sich spezifisch auf Führungspositionen im Hotelgewerbe fokussieren.
  • Schwerpunktfächer: Einen hohen Anteil am Gesamtumfang nehmen Spezialisierungen ein, etwa mit Schwerpunkten in Gastronomie, Kommunikation, Customer Care oder Qualitätsmanagement. Und das bereits von Anfang an. Oftmals zählt auch Business English dazu.
  • Wahlmodule: Im späteren Verlauf des Studiums besteht die Möglichkeit, eigene Interessen stärker mit einzubeziehen. Diese Art der Spezialisierung verknüpft die nun erworbenen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse, deutet aber auch auf einen späteren Berufsschwerpunkt hin. Oftmals werden Bereiche wie Hotelmarketing, Revenue Management und Consulting, Eventmanagement, Gastronomiemanagement oder Tourismusmanagement gewählt. Je nach Art des Studiums und Studienordnung ist zudem ein Auslandssemester vorgesehen.

Wo werden Hotelmanagement-Absolventen später eingesetzt?

Der Tourismussektor gehört nicht nur zu den größten Wirtschaftszweigen überhaupt, sondern zugleich zu den stabilsten weltweit. Die Anforderungen stehen in direktem Verhältnis zum wachsenden Wohlstand und der Globalisierung, die keine wirklichen Grenzen mehr kennt. Ein qualifizierter Arbeitnehmer, der wichtige Schlüsselkompetenzen des Hotelmanagements erworben hat und sich währenddessen in der Praxis beweisen konnte, hat gute Karrierechancen. Das Berufsfeld ist international, sodass eine hohe Flexibilität notwendig ist. Je nachdem, welcher Schwerpunkt während des Studiums gewählt wurde, bieten sich verschiedene Einsatzmöglichkeiten an.

Der klassische Weg, Führungspositionen in Hotels und anderen Häusern zu übernehmen, erfreut sich einer ungebrochenen Beliebtheit. Möglich sind aber auch Einsätze in Eventagenturen, der gehobenen Gastronomie oder im Controlling von Reiseunternehmen. Viele Tourismusunternehmen sondieren bereits während des Studiums, das dual abläuft. Es bietet sich daher an, den fachlichen Schwerpunkt gezielt zu wählen. Soll es mehr um Controlling und Marketing geben, empfiehlt sich dieser Bereich auch in den Wahlmodulen. Von Belang ist mittlerweile auch ein skalierbares, zertifiziertes Qualitätsmanagement.

Zukunftsaussichten und Co.

Diversifikation ist das Stichwort, das auch im Bereich des Hotelmanagements immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Anforderungen werden komplexer, der Anteil an erworbenen Soft-Skills wächst. Anders als etwa in technischen Studiengängen, ist beispielsweise die Durchlässigkeit der Absolventen innerhalb der Branche höher. Das bedeutet, dass Wechsel zwischen den verschiedenen Teilbereichen des Arbeitsmarktes leichter möglich sind. Selbst Unternehmensberatungen haben einen Bedarf an qualifizierten Hotelmanagern, die aufgrund ihrer praktischen Erfahrung als Bindeglied fungieren.

Fremdsprachen spielen eine wichtige Rolle. Ein solides Englisch reicht meist nicht mehr aus, gefragt ist zumindest eine zweite Fremdsprache wie Spanisch oder Französisch. Häufig beginnen Absolventen mit der Direktionsassistenz. Dort geht es um Koordination von Geschäftsabläufen, aber auch um Aufgaben in der Rekrutierung von Mitarbeiten und dergleichen. Zunehmend häufiger zeichnet sich ebenso eine Karriereoption als Manager Hotel Services an. Solche Hotelmanager sind ständig in Bewegung, sie sind das Bindeglied zwischen operativem Geschäft und dem Ablauf im Hotel oder auf dem Kreuzfahrtschiff. Grundsätzlich lassen sich die Zukunftsaussichten also als sehr gut bezeichnen.

Anmerkungen zu Ausbildung und Gehalt

Das Studium wird zumeist an privaten Hochschulen als Duales Studium durchgeführt. Dabei nimmt das Unternehmen regelmäßig Einfluss und damit die Verknüpfung mit praxisnahen Aspekten. Jede Hochschule hat einen etwas anderen Schwerpunkt, manche Ausbildungsinhalte sind nicht einheitlich oder nicht Teil des Curriculums. Es ist daher notwendig, einen genauen Vergleich anzustellen und persönliche Vorlieben direkt einfließen zu lassen. Die Durchlässigkeit während des Studiums, also die Anrechenbarkeit absolvierter Module bei einem Wechsel, kann dadurch nicht gewährleistet werden. Weitere Unterschiede gibt es im Workload, also der zeitlichen Komponente von Praxis und Theorie.

Die Kombination aus Studium und Ausbildungsbetrieb führt von Anfang an zu einem Lehrgehalt. Im ersten Jahr liegt die Vergütung zwischen 400 und 600 Euro, im zweiten Jahr zwischen 500 und 700 Euro und im dritten Jahr zwischen 600 und 800 Euro. Im vierten und letzten Studienjahr sind Bruttovergütungen zwischen 700 und 900 Euro üblich. Aufgrund von Weiterbildungen und Spezialisierungen ist es schwierig, einheitliche Angaben zum späteren Gehalt zu machen.

Das Einstiegsgehalt liegt häufig zwischen 2.000 und 2.400 Euro brutto. Im Verlauf des Arbeitslebens und in Abhängigkeit zur Tätigkeit sind Gehälter von bis zu 5.000 Euro brutto üblich. Je größer und renommierter das Unternehmen, desto höher das Durchschnittsgehalt der Absolventen. Die Datenbank von steuerklassen.com gibt ein Durchschnittsgehalt von 3.459,11 Euro brutto aus.

Fazit

Hotelmanager werden immer gebraucht, denn sie agieren in einer vielfältigen, robusten und sehr internationalen Branche. Die Zukunftsperspektiven sind vielfältig, da durch Weiterbildungen und Spezialisierungen eine hohe Durchlässigkeit gegeben ist. Ein hohes Maß an Organisationstalent, verbunden mit betriebswirtschaftlichem Wissen und Praxiserfahrung, macht dies möglich. Wichtig ist es vor allem zu Beginn, mit der Wahl der Hochschule und des Unternehmens das eigene Profil zu bilden und konstant zu schärfen. In keinem anderen Berufsfeld lassen sich so viele, auch private Vorlieben und Interessen im internationalen Kontext verbinden.