Häufig nimmt man am Schreibtisch nach einiger Zeit automatisch eine schlechte Haltung ein, lässt die Schultern nach vorne fallen und macht einen Buckel. Doch genau diese Nachlässigkeit kann zu unangenehmen Beschwerden bis hin zu erheblichen gesundheitlichen Problemen und Schäden führen.

Es ist daher besonders wichtig, sich am Arbeitsplatz fit zu halten und ausreichend Pausen einzulegen. Aber auch die Wahl des richtigen Sessels, auf dem man bei der Arbeit stundenlang vor dem Computer sitzt, ist von großer Wichtigkeit.

10 Tipps gegen die typischen Schreibtischleiden

Am häufigsten von der monotonen Tätigkeit am Schreibtisch betroffen sind Rücken, Nacken, Schultern und Arme. Fachmediziner verwenden für die Schmerzen, die aufgrund stundenlanger Arbeit vor dem PC entstehen, den Begriff „Repetitive Strain Injury Syndrom„. Doch die gute Nachricht lautet: Es gibt Gegenmaßnahmen!

  • Die richtige Haltung am Schreibtisch ist die halbe Miete:

    Die Knie sind im 90-Grad-Winkel gebeugt, die Füße stehen komplett auf dem Boden und der obere Bildschirmrand des leicht nach hinten geneigten Monitors befindet sich auf Höhe der Augen.

  • Dynamisches Sitzen angewöhnen:

    Damit die Wirbelsäule bei stets gleichbleibender Position dennoch in Bewegung ist und nicht erstarrt, sollte man sich ein dynamisches Sitzen angewöhnen. Am besten gewährleistet das ein Luftkissen oder Gymnastikball.

  • Regelmäßig Pausen einlegen:

    Wer täglich viele Stunden vor dem Rechner verbringt, sollte außerdem unbedingt regelmäßig Pausen einlegen, aufstehen, herumgehen sowie Streck- und Dehnübungen machen. So kann Schmerzen und Verspannungen vorgebeugt werden.

  • Das Zehn-Finger-System beherrschen:

    Nur mit dem Zehn-Finger-System arbeitet man haltungstechnisch richtig und verhindert die einseitige Belastung der Hände, Arme und Schultern.

  • Ergonomisch geformt Hilfsmittel verwenden:

    Ebenfalls sehr hilfreich sind ergonomisch geformte Accessoires wie Trackballs, Gelpads oder zweigeteilte Tastaturen, die eine unnatürliche Haltung der Arme und Hände verhindern und die Handgelenke sowie den Schulterbereich entlasten. Darüber hinaus sollte man die Arme hin und wieder ausschütteln, um die Durchblutung anzukurbeln.

  • Die Augen entspannen:

    Doch nicht nur die Extremitäten sollen zwischendurch entspannt werden, sondern vor allem auch die Augen. Es hilft, wenn man im Wechsel einen Punkt in der Ferne fixiert, dabei scharf stellt und danach wieder auf einen nahen Punkt blickt. Dieser Trick beugt auch Kopfschmerzen vor.

  • Einen Ausgleichssport betreiben:

    Wer beruflich einen reinen Schreibtischjob ausübt, sollte in seiner Freizeit Ausgleichssport betreiben, der den Körper nach der stundenlangen monotonen Tätigkeit wieder auf Trab bringt. Für den Kreislauf und den Geist ist vor allem Bewegung an der frischen Luft wichtig. So kann es bereits viel bringen, in der Mittagspause einen Spaziergang zu machen und dabei kleine Gymnastikeinheiten zu absolvieren.

  • Entspannung ist erlaubt:

    Nach der Arbeit darf man aber auch relaxen. Ob man zum Verwöhnen die kreislaufankurbelnde Sauna, eine vitalisierende Massage oder ein entspannendes Bad im Whirlpool wählt, ist Geschmackssache.

  • Die Haltung korrigieren:

    Beim lange andauernden Sitzen sollte man immer wieder bewusst eine schlampige Haltung korrigieren, falls nötig. Falls man daran erinnert werden muss, ebenso wie an die regelmäßige Pause, benutzt man dafür einen virtuellen Wecker direkt am PC.

  • Einen ergonomisch gebauten Bürostuhl verwenden:

    Und natürlich muss neben all den Maßnahmen, die zu einem gesünderen Arbeiten am Schreibtisch beitragen, der ergonomisch gebaute Bürostuhl perfekt an die Gegebenheiten angepasst sein und sich speziell für eine stundenlange Tätigkeit vor dem PC eignen.

Die besten Stühle für den Schreibtischjob

Den optimalen Drehbürostuhl zeichnet ein perfektes Zusammenspiel zwischen Mechanik, Rückenlehne, Sitzfläche und Armlehnen aus. Je nach Dauer der Nutzung und Beanspruchung müssen diese Komponenten, um diversen Schreibtischleiden vorzubeugen, optimal aufeinander abgestimmt sein. Es existieren hierfür Standard-Drehstühle, die sich allerdings nur für das gelegentliche Sitzen am Arbeitsplatz eignen, darüber hinaus Bandscheiben-Drehstühle für Menschen mit Rückenproblemen, Operator-Drehstühle für den häufigen Aufenthalt am Schreibtisch und Chefsessel, die auch optisch überzeugen.

Ergonomie im Büro: Das richtige Sitzen auf Drehstühlen

  • Die Sitzposition: Hierbei sollte die gesamte Sitzfläche bis hin zur Rückenlehne ausgenutzt werden, beim aktiven Sitzen wird häufiger die Position gewechselt oder ein Luftkissen verwendet.
  • Die Rückenlehne: Diese ist im Optimalfall nicht zu hart und nicht zu weich, es herrscht ein sanfter Gegendruck, der in jeder Position spürbar ist.
  • Die Armlehnen: Diese müssen höhenverstellbar sein, sodass sie an die jeweiligen Körpermaße angepasst werden können und eine Entlastung der Arme gewährleisten.
  • Das Gestell: Der Stuhl selbst ist gefedert und ebenfalls höhenverstellbar. Für einen sicheren Halt sorgt ein Fünf-Fuß-Kreuz, das mit Rollen für Teppich- oder Holzböden ausgestattet ist.

Eine korrekte Sitzhaltung ist genau so wichtig, wie die Mechanik und Ergonomie des Stuhls. Den richtigen Bürostuhl solltest du nach Art der Benutzergruppe auswählen, in die du dich einordnen kannst.

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